„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.“ Die Worte des deutschen Dichters Matthias Claudius begleiten mich und meine Kollegin Kristin oft während der Vorbereitungen zum alljährlichen Betriebsausflug. Wie wir das angehen und warum der Lotto-Erlebnistag in der internen Kommunikation Gold wert ist, verrät dir dieser Beitrag.

Quo Vadis, liebe Lottogruppe?

Die Frage nach einem attraktiven Reiseziel beschäftigte uns gleich zu Jahresanfang. Weil Lotto Brandenburg schon seit 26 Jahren aktiv ist, benötigten wir dafür die Übersicht über die bereits besuchten Gegenden, um Wiederholungen auszuschließen. Abwechslung wird schließlich garantiert. Und wie sollte es anders sein – auch Google leistet regelmäßig seinen Beitrag zur Planung. Denn der Suchdienst verrät uns natürlich gleich, ob am Wunschziel ein abwechslungsreiches Programm für eine große Personengruppe gestaltbar ist. Da kommen gern 60 bis 80 Teilnehmer mit, die unser Prinzip sehr schätzen:

Das Ausflugsprinzip von Lotto Brandenburg besagt, dass wir in freiwilliger Gemeinschaft unser Bundesland erkunden, uns dabei kulturell bilden und aktiv bewegen. Alle zwei Jahre liegt der Schwerpunkt in der Landeshauptstadt Potsdam und ihrer näheren Umgebung. So fühlen sich diejenigen unter uns, die eine längere Fahrt scheuen, regelmäßig angesprochen. Das gemeinsame Erleben führte zum Titel: Lotto-Erlebnistag.

Was die genauen Aktivitäten betrifft, freut sich unser Organisationsteam stets über Vorschläge.  Dabei erreichte uns unter anderem der Wunsch, miteinander Drachenboot zu fahren. So fiel unsere diesjährige Wahl des Reiseziels auf die Stadt Brandenburg an der Havel. Diese verfügt mit der berühmten Regattastrecke am Beetzsee über tolle Wassersportmöglichkeiten.

Die Regattastrecke Beetzsee ist eine Rennstrecke für Kanu- und Rudersport am Stadtrand von Brandenburg an der Havel. Sie ist Teil des Beetzsees und die einzige für internationale Wettkämpfe geeignete Regattastrecke in Ostdeutschland.

Die Regattastrecke Beetzsee ist eine Rennstrecke für Kanu- und Rudersport am Stadtrand von Brandenburg an der Havel. Sie ist Teil des Beetzsees und die einzige für internationale Wettkämpfe geeignete Regattastrecke in Ostdeutschland.

Auch in puncto Kulturgut hat die Stadt Brandenburg, die auch als Wiege der Mark bezeichnet wird, Einiges zu bieten. Über die Abgaben aus den Lotterieeinsätzen fördern die Brandenburger Landesregierung oder Stiftungen viele gemeinnützige Projekte. Gerade im Denkmalschutz wird damit viel Gutes getan. Da schauen wir bei der Planung immer, ob wir das für unsere Reisegruppe erlebbar machen können. Und siehe da, der Brandenburger Dom erhielt Fördergelder aus der Lotterie GlücksSpirale. Also setzten wir ihn auf die Besichtigungsliste.

Erstes Highlight auf unserem Betriebsausflug: Der Dom Sankt Peter und Paul zu Brandenburg an der Havel hat als „Mutter aller märkischen Kirchen“ überregionale kulturhistorische Bedeutung.

Der Dom Sankt Peter und Paul zu Brandenburg an der Havel hat als „Mutter aller märkischen Kirchen“ überregionale kulturhistorische Bedeutung.

Vorort-Check für den Programmplan

In der Regel starten wir an einem Freitagmittag in unseren Erlebnistag. Damit können wir einen Tourenplan von rund zehn Stunden stricken. Um zu prüfen, ob das am Schreibtisch überlegte auch in der Praxis funktioniert, fuhren wir Anfang des Jahres zu den einzelnen Stationen in Brandenburg an der Havel. Dort sprachen wir dann mit den Programmpartnern, die Kristin zuvor telefonisch und per E-Mail kontaktiert hatte.

Nach Möglichkeit prüfen wir vor Ort , ob die ausgewählten Lokalitäten und Programmpartner am Reiseziel halten, was sie versprechen. Wohlfühlen auf der Tour wird großgeschrieben, denn die Teilnehmer sollen hiermit auch Wertschätzung erfahren.

Nach Möglichkeit prüfen wir vor Ort , ob die ausgewählten Lokalitäten und Programmpartner am Reiseziel halten, was sie versprechen. Wohlfühlen auf der Tour wird großgeschrieben, denn die Teilnehmer sollen hiermit auch Wertschätzung erfahren.

Dabei ist im Monat März noch Vorstellungsvermögen sehr wichtig, zum Beispiel wenn es um Lokale für das leibliche Wohl geht. Wie sieht es im Sommer hier aus? Gibt es eine ausreichend große und bestuhlte Terrasse zum Draußensitzen und mit schönem Landschaftsblick? Weiterhin entscheidend: Wie lang erstrecken sich die Fahrt- oder Fußwege zwischen den Aktivitäten? Wo kann man parken? Wir wollen zwar viel unternehmen, aber nicht durch den Nachmittag hetzen.

Für die sportliche Station steuerten wir den Wassersportverein Stahl Brandenburg e. V.  an, der auch Drachenboote vermietet und erfahrene Unterstützer für ein erstes Training stellt. Wir wurden sehr herzlich empfangen und alle Wünsche konnten unkompliziert aufgenommen werden.

Mit René Albert, Teamcaptain der Steel Dragon und zuständig für die Drachenbootvermietung des WSV Stahl Beetzsee Brandenburg e. V., besprachen wir alles rund um unser sportliches Event. 20 Personen passen jeweils in seine Drachenboote.

Mit René Albert, Teamcaptain der Steel Dragon und zuständig für die Drachenbootvermietung des WSV Stahl Beetzsee Brandenburg e. V., besprachen wir alles rund um unser sportliches Event. 20 Personen passen jeweils in seine Drachenboote.

Auch für unsere Landratten gab es direkt vor dem Bootshaus eine tolle Wiese zum Picknicken, Boccia spielen oder um die Drachenboot-Mannschaften zu beobachten. Deshalb besiegelten wir schon einmal unser Kommen.

Betriebsausflug: Speis und Trank dürfen nicht fehlen

Die anschließende Suche nach einer Gaststätte für den geselligen Abend gestaltete sich dann nicht mehr so flott. Wir besichtigten vier verschiedene Lokale. Immer gab es eine Einschränkung. Eines lag zu nah an der Straße. Hier waren unsere Bedenken: unsere Reisenden sollen sich doch gut unterhalten können. Ein anderes verfügte zwar über eine Terrasse, bot dann aber gar keine Versorgung darauf an. Im nächsten hegten wir nach einem Gespräch am Tresen ernsthafte Zweifel am Service. Dann – im vierten Anlauf – wurden wir fündig und verabredeten ein rustikales Grillbuffet im griechischen Restaurant Mesogios am Beetzsee.

Das Mesogios am Beetzsee präsentiert griechische Küche, ist gemütlich und lädt auf eine große Seeterrasse ein. Auch für den Fall von schlechtem Wetter bietet es ausreichend Platz im Inneren.

Das Mesogios am Beetzsee präsentiert griechische Küche, ist gemütlich und lädt auf eine große Seeterrasse ein. Auch für den Fall von schlechtem Wetter bietet es ausreichend Platz im Inneren.

Gold wert: Erleben, Reden, Froh sein

Der Betriebsausflug ist eine wichtige Institution für unser kollegiales Miteinander. Hier begegnen sich in Freizeit-Atmosphäre und Freizeit-Look alle, vom Auszubildenden bis zu den Führungskräften. Auch unsere Pensionäre heißen wir stets herzlich willkommen. Es gibt angeregten und generationsübergreifenden Austausch zu fachlichen und privaten Themen. Das sorgt für ein besseres Kennenlernen wie auch Verständnis untereinander.

Beim netten Zusammensitzen wurden schon manch gestresste Kollegen mit sich und anderen versöhnt.

Beim netten Zusammensitzen wurden schon manch gestresste Kollegen mit sich und anderen versöhnt.

Unsere Aktiven in den Vertriebszentren im weiten Brandenburger Land sind stolz, wenn wir in ihre Region kommen und bringen ihr Wissen ein – das ist auch touristisch ein Gewinn! Der Alltag fällt oft schon im Bus von den Reisenden ab und macht dem Frohsinn platz. So entsteht neben Inspiration auch viel Motivation.

Was dann noch geschah…

Ihr wollt wissen, wie diesmal alles geklappt hat? Dann kommt hier die Kurzfassung: Am Lotto-Erlebnistag, dem 30. Juni 2017, regnete es dauerhaft begleitet von Windböen. Das hieß adé Drachenboot und Schiff ahoi. Noch am Vormittag verschoben wir kurzerhand mit dem Wassersportverein das Drachenbootfahren auf ein anderes Mal und organisierten mit spontaner Hilfe der Reederei Röding das Fahrgastschiff „Alte Havelfee“ für eine Tour von Plaue bis zum Brandenburger Dom, von dem wir wieder Anschluss an unseren Bus fanden. Und wie hat die Gruppe das aufgenommen? Sie hat das gemacht, was wir immer in solchen Situationen tun: das Beste daraus!

Die "Alte Havelfee" schipperte uns vom Schloss in Plaue über den Plauer See und die Havel bis zum Brandenburger Dom.

Die „Alte Havelfee“ schipperte uns vom Schloss in Plaue über den Plauer See und die Havel bis zum Brandenburger Dom.

Toll und danke, liebe Kolleginnen und Kollegen für die gute Stimmung trotz Programmwechsels! Und danke liebe Geschäftsführung für die Riesen-Obstplatte in der darauffolgenden Arbeitswoche zur Stärkung des Teams in der Unternehmenskommunikation! Das war eine klasse Aufmerksamkeit.

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Antje Edelmann

Antje Edelmann

Pressesprecherin bei Lotto Brandenburg
Ich bin Diplom-Kauffrau und steuere seit 1996 die Unternehmenskommunikation von Lotto Brandenburg. Das vielfältige Aufgabenfeld medialer Art, Sponsoring und Eventmanagement begeistern mich stets aufs Neue. Besonders gern erarbeite ich zukunftsgerichtete Konzepte und berate in strategischen Fragen.