Tante Emma: Wer war eigentlich diese Frau? Sie hat es zu Popularität in unserem Sprachgebrauch gebracht, wie kaum eine andere. Der „Tante-Emma-Laden“ steht sogar im Duden. Doch weißt du, wieso wir dieser Emma huldigen? Dieser Frage bin ich einmal nachgegangen, schließlich sind auch unsere Lotto-Shops ein bisschen wie ein Tante-Emma-Laden.

Ich habe mich zuerst unter meinen Kolleg*innen umgehört, ob sie eine Ahnung von der Wortkreation „Tante-Emma-Laden“ hätten. Die häufigste Vermutung: „Vielleicht hieß die erste Besitzerin eines solchen Ladens Emma.“ Nicht ganz. Denn es ging nicht um die erste Besitzerin, sondern um die Verkäuferin allgemein. Der Begriff des Tante-Emma-Ladens wurde um 1900 in Deutschland und der Schweiz geprägt. Emma war zu der damaligen Zeit ein beliebter Name. So wurde die „Ladentante“ in einem kleinen Geschäft, das meist von einer einzigen Person geführt wurde, eben zu einer Emma.  

Tante Emma 2019

Wenn wir heute von einem Tante-Emma-Laden sprechen, meinen wir damit die ganz persönliche Beziehung zwischen uns als Kunden und der/dem Verkäufer/in in einem kleinen Einzelhandelsgeschäft. Eine Art einzukaufen, wie sie spätestens mit der gesetzlich verbotenen Preisbindung im Jahr 1974 selten geworden ist. Mittlerweile kaufen wir in Supermärkten und Einkaufszentren die Dinge des täglichen Bedarfs, meist eher unpersönlich.

Einkaufen 2019. Vom Tante-Emma-Laden keine Spur.
Einkaufen 2019. Von Tante Emma keine Spur.

Tante-Emma-Läden gibt es heutzutage vermehrt im ländlichen Raum. Dort versorgen sie die Bewohner*innen kleinerer Gemeinden und Dörfer mit Lebensmitteln sowie üblichen Alltagsmaterialien. Wer einmal das Einkaufserlebnis in einem Tante-Emma-Laden zu schätzen wusste, freut sich umso mehr über kleine Läden in großen Städten. Sie geben uns beim Einkaufen einfach ein gutes Gefühl der Nähe. Wir kennen die Gesichter, vielleicht sogar mehr über die/den Verkäufer*in vor uns. Die/Der wiederum weiß, was wir gerne mögen und ist oft offen für ein freundliches persönliches Gespräch.

In vielen Lotto-Shops in Brandenburg erleben wir dieses Gefühl der persönlichen Beziehung noch. Sie sind wie eine stabile Konstante in einer sich immer stärker verändernden Gesellschaft. Wo Wandel stattfindet, bleibt der Lotto-Shop um die Ecke die feste Größe in unserem Alltag. Er steht für Nachbarschaft und Vertrauen – zwei Faktoren im täglichen Leben, die uns wichtig sind.

Wer ist Nr. 1?

Im vergangenen Jahr fragten wir unsere Facebook Fans: Wer ist dein Lotto-Shop Nr. 1? Der breite Zuspruch mit mehr als 1.000 Kommentaren zeigte, unsere Shops sind ein wichtiger Baustein im Stadtbild. Und wer hat gewonnen? Den Titel sicherte sich der Service Shop Marsch in Birkenwerder – ein „Tante Emma-Laden“ wie er im Buche steht.

Melanie Marsch, Inhaberin vom Service Shop Marsch in Birkenwerder (l.), hat den Favoriten-Bonus gewonnen. Auch Gebietsleiterin Kerstin Hein freut sich.
Melanie Marsch, Inhaberin vom Service Shop Marsch in Birkenwerder (l.), hat den Favoriten-Bonus gewonnen. Auch Gebietsleiterin Kerstin Hein freut sich.

Schätzt du die Nähe eines inhabergeführten Geschäftes oder die Anonymität eines Supermarktes?

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Fanni Brinkmann

Fanni Brinkmann

Mitarbeiterin Unternehmenskommunikation bei Lotto Brandenburg
Nach den Stationen Zeitung, Radio und PR-Agentur zog es mich in die Öffentlichkeitsarbeit. Für Lotto Brandenburg organisiere ich vielfältige Projekte und betreue u. a. das Sponsoring. Im Team entwickeln wir neue Ideen, um das, was wir täglich mit Leidenschaft tun, nach außen sichtbar zu machen.