Wie sieht die Zukunft des Lotteriemarktes aus? Zum gemeinsamen Gedankenaustausch zu diesem Thema trafen sich vom 5. bis 8. Juni in Krakau Mitglieder der Europäischen Lotterien (EL). Auch unsere Vertriebschefin besuchte den Kongress und kam nach vier Tagen mit vielen neuen Eindrücken und Anregungen für ihre tägliche Arbeit zurück.

Zweijähriges Branchentreffen

Alle zwei Jahre findet DAS Treffen der europäischen Lotteriegesellschaften statt: Der „European Lotteries Congress„. Unter dem Motto „New Directions“ erwartete die Besucherinnen und Besucher dieses Jahr in Krakau ein vollgepacktes Programm aus Vorträgen, Diskussionsrunden und Workshops. In einer Ausstellung präsentierten Lotterie-Dienstleister ihre Produkte. Außerdem wurden der Werbe- und Innovationspreis verliehen. Unter den Teilnehmern befand sich auch unsere Vertriebschefin, Kathrin Rahn.

Wie war der Kongress in Krakau organisiert?

Kathrin Rahn: Das war eine sehr große Veranstaltung, die es zu managen galt. Die Gastgeber von der polnischen Lotteriegesellschaft, Totalizator Sportowy, schafften das ganz gut. Allerdings fanden die Vorträge und Ausstellungen teilweise parallel statt, so dass in den Konferenzsälen oftmals viele Plätze leer blieben. Die Veranstaltungen zum Netzwerken wurden offen gehalten. Generell war es eine sehr freundschaftliche und konstruktive Atmosphäre. Der fachliche Austausch wurde groß geschrieben, Diskussionsrunden oftmals auch außerhalb des Kongresscenters weitergeführt.

Welche Vorträge haben Sie besucht und welche waren Ihre Highlights?

Kathrin Rahn: Ich habe mir fast alle Vorträge und Diskussionsrunden angehört. Die Keynote von Martin Lindstrom und der Vortrag von Peter Zäll haben mich dabei besonders zum Nachdenken angeregt. Bestsellerautor Martin Lindstrom ging in seinem Vortrag der Frage nach: „Wie lerne ich meine Kunden kennen?“ Dabei spielt natürlich das Sammeln und Auswerten von Kundendaten eine wichtige Rolle. Doch bei allen Informationen, die man technisch zusammentragen kann, muss man sich Folgendes immer wieder ins Gedächtnis rufen: Es geht um Menschen. Und wenn man etwas über Menschen erfahren möchte, ist der persönliche Kontakt zu ihnen das Wichtigste.

Peter Zäll von der schwedischen Lotteriegesellschaft erläuterte an Hand namhafter Unternehmensbeispiele wie Nokia, warum diese Großkonzerne gescheitert sind. Aus seinem Vortrag nahm ich Tipps mit, wie wir aus den Fehlern anderer lernen können.

Spannende Diskussionen führten Vertreter der teilnehmenden Lotteriegesellschaften z. B. zu Themen wie: „Die soziale Verantwortung von Lotterien“ und „Die Digitalisierung des Lotteriemarkts“. Das Programm war wirklich ansprechend und ich habe bei vielen Themen Denkanstöße erhalten.

Martin Lindstrom ist ein dänischer Autor und war Redner beim Kongress. Zu seinen sieben Büchern zählt auch der Bestseller: "Small Data – Was Kunden wirklich wollen - wie man aus Hinweisen geniale Schlüsse zieht"

Martin Lindstrom ist ein dänischer Autor. Zu seinen sieben Büchern zählt auch der Bestseller: „Small Data: Was Kunden wirklich wollen – wie man aus Hinweisen geniale Schlüsse zieht“

Wie lautet Ihr Fazit zum Kongressbesuch?

Kathrin Rahn: Die Veranstaltung war sehr informativ. Ich führte gute Gespräche, u. a. mit technischen Dienstleistern wie Novomatic, IGT und SGI. Dabei tauschten wir uns zu Möglichkeiten aus, wie wir die Digitalisierung im Vertrieb weiter voranbringen können. Durch die praxisnahen Vorträge und Fachgespräche habe ich viele Anregungen für unseren Lotto-Alltag mitgenommen.

Hintergrundwissen zu den Europäischen Lotterien

Die Vereinigung der Europäischen Lotterien hat sich 1999 in Lausanne in der Schweiz gegründet. Die EL setzt sich für eine einfache Vernetzung der Mitglieder ein und organisiert Veranstaltungen zum länderübergreifenden Erfahrungsaustausch. Der Gemeinschaft haben sich mittlerweile 73 staatliche Lotteriegesellschaften aus 43 europäischen Ländern angeschlossen. Darunter sind auch alle deutschen Gesellschaften vertreten. Hinzu kommen 33 weitere Mitglieder, zu deren Portfolio Produkte und Dienstleistungen für den Lotteriemarkt zählen. Der große Bruder der EL ist die WLA – die World Lottery Association. Über deren Veranstaltungshöhepunkt: den World Lottery Summit habe ich hier schon einmal berichtet.

Eine wichtige Aufgabe der EL ist auch die Festlegung von Standards für die Mitgliedsunternehmen für deren bewussten Umgang mit dem Glücksspiel. An diesen Vorgaben orientiert sich Lotto Brandenburg ebenfalls und hat 2016 erneut die Zertifizierung nach den „Responsible Gaming Standards“ der EL erhalten. Dieses Zertifikat ist bis Mai 2019 gültig.

Danke Kathrin Rahn für das Interview!

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Carolin Richter

Carolin Richter

Social Media Manager bei Lotto Brandenburg
Seit September 2015 betreue ich die Social Media-Auftritte von Lotto Brandenburg. Vorher habe ich studiert und einen Bachelor in Journalistik sowie einen Master in Online-Kommunikation erworben. An meinem Job gefällt mir besonders, dass ich meiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Texte, Fotos, Videos und Grafiken erstelle ich meist selbst und mit viel Liebe zum Detail.
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